| Altstadt-Laden bietet Kostüme und mehr |
| Mittwoch, 21. März 2007 um 01:00 Uhr |
Altstadt-Laden bietet Kostüme und mehrJeck’ Jedöns – El Dorado für KarnevalfansMARITA INGENHOVEN ![]() Der Renner in der diesjährigen Session: Karnevalskostüme im Flower Power-Look. Foto: RPO
Wenn sich mehr als vier Personen gleichzeitig entscheiden sollten, „Jeck’ Jedöns“ zu betreten, kommt schon echte Schunkelstimmung auf. In dem Miniladen im Herzen der Altstadt, zwischen Carlsplatz und „Uerige“ gelegen, kann man sich nämlich kaum um die eigene Achse drehen. Gottlob betrifft das nur den Eingangsbereich im Erdgeschoss, der außer einem Postkartenständer und einigen Postern nicht viel zu bieten hat. Also schnell die steile Treppe hinauf in den zweiten Stock, wo man während der fünften Jahreszeit so ziemlich alles findet, was Karnevalsjecken leuchtende Augen macht. Aus den Boxen dudelt Karnevalsmusik, die Regale quellen förmlich über vor jecken Accessoires wie Perücken, Hüten und lustigen Brillen. Der Schal mit dem diesjährigen Düsseldorfer Karnevalsmotto kostet 15 Euro, davon gehen 2 Euro an das Karnevalsmuseum. An mehreren Kleiderständern hängen dicht an dicht unzählige Kostüme – so etwa 350 Stück werden es sein, schätzt Inhaber Martin Wilms, von Verkleidungen für Kinder bis zu Kostümen in Übergröße. Der Renner in diesem Jahr sind 70er Jahre-Kostüme – alles was flippig, bunt und schrill ist, kommt gut an: „Die blumigen Hippie-Sachen und Flower Power-Kostüme sind fast ausverkauft“, so Martin Wilms. Ebenfalls sehr gut laufen in dieser Session hochwertige historische Kostüme aus schweren Stoffen, die auch schon mal zwischen 100 und 200 Euro kosten können. Für einen weiteren Trend hat Bully Herbig gesorgt: Die lizensierten Original-Kostüme aus dem Kinofilm „Traumschiff Surprise“ sind allerdings nur noch schwer zu bekommen, sämtliche Bestände beim Hersteller bereits ausverkauft. Clownskostüme haben sich hingegen in diesem Jahr als Ladenhüter erwiesen, davon hängen hier noch jede Menge. „Das hat uns selbst überrascht“, so eine Mitarbeiterin. ![]() Mehr als 300 Kostüme hat "Jeck' Jedöns" kurz vor Karneval vorrätig. Foto: RPO
Wer sich bei „Jeck’ Jedöns“ ausstattet, bekommt Qualität. „Die Leute sind ganz weg von der Billigschiene“, meint Martin Wilms. Das gilt für Kostüme ebenso wie für Accessoires: „Wir führen nur noch Profi-Theaterschminke. Viele haben Hautprobleme, leiden unter Neurodermitis – die wollen nichts Billiges“, bestätigt seine Mitarbeiterin. Entsprechend gut ist auch die Beratung bei „Jeck’ Jedöns“. Das Personal ist außerordentlich hilfsbereit und versucht praktisch alles möglich zu machen. Wer bei den Kostümen vor Ort nicht fündig wird, kann auch Modelle aus dem Katalog bestellen. Von diesem Service machen die Kunden das ganze Jahr über Gebrauch. Nach Karneval verlagert „Jeck’ Jedöns“ seine Angebotspalette. Dann sind in dem Altstadt-Laden vorwiegend Düsseldorf-Souvernirs zu bekommen: Zum Beispiel Kappen, Trainingsjacken und T-Shirts mit dem „Düsseldorf“-Schriftzug oder winzige Oberteile mit der Aufschrift „Düssel-Baby“. Es gibt Düsseldorf-Literatur vom reich bebilderten Stadtführer bis zum Düsseldorf-Krimi aus dem Grafit-Verlag, Postkarten und Poster zeigen Düsseldorf-Ansichten, Schleckermäuler decken sich mit Killepitsch-Pralinen ein. Auch Hochprozentiges wie der „Schlossturmgeist“ oder Schmittmanns „Düsseldorfer Korn“ gehören zum Sortiment. Wohl nur was für echte Lokalpatrioten ist der Düsseldorf-Wein: Der wird aus Trauben gewonnen, die in den sonnenverwöhnten Weinbergen von Itter wachsen... |
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